Geflügelschlachterei Remkes

„Wir wollten mehr als nur eine größere Kühlkapazität“

Geflügelschlachterei Remkes

ABNAHME
2013
ORT
Epe
KUNDE
Remkes

Eine größere Kühlleistung hat normalerweise einen höheren Stromverbrauch zur Folge. Bei der Geflügelschlachterei Remkes in Epe war es gerade umgekehrt: höhere Kühlleistung und eine geringere Stromrechnung. Dem Unternehmen gelang es, Restwärme zum Aufheizen von Wasser zu verwenden.

Beim Kühlen wird Wärme freigesetzt, die bei den meisten Betrieben nach außen verpufft. Diese Wärme geht bei der Geflügelschlachterei Remkes in Epe jedoch nicht mehr verloren, sondern wird sinnvoll eingesetzt. In erster Linie zum Aufheizen von Wasser. „Wir benötigen heißes Wasser zum Rupfen der Hühner und zum Reinigen der Anlagen“, erklärt Projektleiter Jos Koedijk von Remkes. „Tagtäglich verwenden wir hierfür 70 Kubikmeter Wasser bei einer Temperatur von 68 Grad Celsius. Dieses Wasser wird mit einer Ammoniak-Wärmepumpe geheizt.“

Die Wiederverwendung der sogenannten Restwärme wurde möglich, nachdem Remkes im Jahr 2013 eine neue Kälteanlage installiert hatte. Dabei wurde die Kühlleistung von 600 kW auf 1.000 kW angehoben. Diese Investition war aufgrund des drastischen Ausbaus des 1928 gegründeten Betriebes notwendig geworden. Die alte Kühlanlage datierte aus dem Jahr 1986 und besaß eine zu geringe Kühlkapazität, um mit der Produktionserweiterung Schritt halten zu können.

„Wir wollten mehr als nur eine größere Kühlkapazität“, meint Koedijk. „Wir sind ständig auf der Suche nach Verbesserungen. Wir haben Kunden in ganz Europa und darüber hinaus und wir möchten im Hinblick auf Qualität, Zuverlässigkeit und Innovation eine Führungsrolle einnehmen. So war uns nicht nur ausschließlich an einer herausragenden Kälteanlage gelegen, sondern wollten wir auch den Anforderungen an eine nachhaltige Produktion gerecht werden. Nachhaltiges Produzieren wird insbesondere in der lebensmittelverarbeitenden Industrie immer wichtiger. Immer mehr Großabnehmer machen dies bei ihren Lieferanten zur Bedingung und wir nehmen diese Herausforderung gerne an. Von ENGIE Refrigeration  erwarten wir das Know-how, uns hierbei zu unterstützen.“

Wärmerückgewinnung, wie man die Nutzung von Restwärme nennt, ist in niederländischen Betrieben eine relativ neue Technik. ENGIE baute für Remkes eine spezielle Kälteanlage, die mit Ammoniak und CO2 betrieben wird. Dies sind natürliche Kältemittel, die im Gegensatz zu zahlreichen synthetischen Kältemitteln umweltfreundlich sind. Diese Anlage ist in der Lage, in Kombination mit einer Ammoniak-Wärmepumpe das Wasser auf hohe Temperaturen aufzuheizen.

„Sogar bei niedrigen Energiepreisen zahlt sich dies in jährlichen Einsparungen von mehr als 40.000 Euro aus“, erklärt Koedijk. „Dazu kommt dann noch der Vorteil des Energie-Investitionsabzugs, der diese energiesparende Investition steuerlich belohnt. Die Anlage hat sich in weniger als fünf Jahren amortisiert. Und dank der Technologie von ENGIE können wir diesen finanziellen Vorteil dazu nutzen, um für die Marktanforderungen gewappnet zu sein. Unsere diesbezügliche Erwartungen wurden in vollem Umfang erfüllt.“

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