Boer de Jong

„Meine Kartoffeln trocknen nicht aus und keimen nicht, wodurch sie mehr einbringen.“

Hohe Energieeinsparungen durch nachhaltige CO2-Kühlung

ABNAHME
2015
ORT
Bant
KUNDE
Boer de Jong

Eine neue, nachhaltige Kälteanlage für die optimale Lagerung der Pflanzkartoffeln, das war der Wunsch von Jilles Boer von der Firma Boer de Jong.

Vor zwei Jahren bekam er Probleme als seine alte Kühlanlage leckte. „Die Anlage wurde mit R22 betrieben, welches man mittlerweile nicht mehr nachfüllen darf. Die Kühlung musste somit ausgewechselt werden. So auch drei Scheunen, die mit Asbestplatten gebaut waren. Diese zwei Faktoren haben dafür gesorgt, dass wir uns entschlossen haben, in eine größere Lagerhalle sowie in eine neue Anlage zu investieren. Dank ENGIE Refrigeration ist es eine halogenfreie Kälteanlage geworden, die mit dem natürlichen Kältemittel CO2 betrieben wird. Jetzt muss ich mir in den nächsten Jahren keine Sorgen hinsichtlich der Gesetzgebung oder der Qualität meiner Kartoffeln machen.“

Kälteanlage für Land- und Gartenbau

Die Idee zur Entwicklung einer Kälteanlage, die ausschließlich mit CO2 betrieben wird, kam ENGIE Refrigeration durch die Kühlungen im Supermarkt. ENGIE-Projektleiter Willem van der Meulen: „Die CO2-Kühlung ist in Supermärkten schon lange Standard. Wir kannten die Vorteile – die Anlage ist sehr energieeffizient – und dachten, dass diese Technik für Kühlungen im Land- und Gartenbausektor interessant sein würde. Dies bewahrheitete sich als wir Tests mit CO2 durchführten. CO2 ist bei einer Außenlufttemperatur von unter 15 °C sehr energiesparend. Da die Lagerung von Produkten des Land- und Gartenbaus vor allem den Winter betrifft, wenn die Temperaturen niedrig sind, ist die Anwendung für diesen Markt besonders von Vorteil.“

Energiesteuerermäßigung (Energie-investeringsaftrek, EIA)

Van der Meulen riet Boer sowohl wegen der Kühlqualität als auch wegen der finanziellen Vorteile zu dieser sogenannten CO2-transkritischen Kälteanlage. Boer: „Ich habe mir auch noch eine Propan-CO2-Anlage angesehen. Propan ist jedoch entflammbar, das finde ich ein zu großes Risiko.“ Van der Meulen ergänzt: „Mit der Anschaffung einer CO2-transkritischen Kälteanlage erhält man nicht nur Energiesteuerermäßigungen auf die gesamten Investitionsausgaben sondern auch auf sämtliche Investitionen im Hinblick auf die Einrichtung, die der Investition dient. Das macht die Anschaffung einer solchen Anlage besonders interessant.“ 

Energiesparende Kühlung

Die Anlage, die Jilles Boer erwarb, sorgte bei ihm u. a. durch den Einsatz eines Frequenzumrichters zudem für Energieeinsparungen von 25 % bis 40 %. Der Frequenzumrichter schaltet die Anlage bei niedrigen Außentemperaturen aus und geht automatisch auf Kühlung anhand der Außenluft über. Die Produktqualität wird mit dieser Anlage ebenfalls garantiert. „CO2 ist ein natürliches Kältemittel, das für das Produkt unbedenklich ist. Ferner hat die Anlage ein großes Kühlvermögen sowie einen hohen Luftertrag. So schaffen wir optimale Bedingungen für die langfristige Lagerung von Landbauprodukten, sodass die Pflanzkartoffeln so wenig wie möglich austrocknen.“ 

Erhaltung der Qualität 

Boer erklärt: „Umso weniger die Kartoffeln austrocknen, umso mehr bringen sie ein. Da die eine Kartoffelsorte schneller keimt als die andere, habe ich zwei Kühlzellen mit unterschiedlichen Temperaturen. Die eine kühlt bei 4,5 °C, die andere bei 6 °C. So werden meine Kartoffeln mit der für ihre Sorte richtigen Temperatur gekühlt und behalten sie bis zu ihrer Abnahme die Qualität, die sie haben, wenn sie vom Feld kommen. Sie keimen nicht und verlieren weder an Umfang noch an Gewicht. Das – zusammen mit ihrer Nachhaltigkeit – ist für mich der größte Pluspunkt dieser neuen Anlage.“

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